Moskau (dpa) - Die UN-Vetomacht Russland macht sowohl die syrische Regierung als auch «Extremisten» für das Massaker an mehr als 110 Zivilisten in der Stadt Al-Hula verantwortlich.

«Für Russland ist nicht wichtig, wer in Syrien regiert», sagte Lawrow am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem britischen Amtskollegen William Hague in Moskau weiter. «Wichtig ist, dass die Gewalt in Syrien beendet wird, dass das Auslöschen von Leben beendet wird, damit die Syrer selbst in einem Dialog ohne Einmischung von außen ihr Schicksal bestimmen», sagte Lawrow.

Hague wies hingegen der Führung des umstrittenen Präsidenten Baschar al-Assad die Schuld zu. Er appellierte mit Nachdruck an Russland, mehr Druck auf dessen engen Partner Syrien auszuüben.

Beide Länder unterstützten weiter den Friedensplan des UN-Sondergesandten Kofi Annan, sagten die Minister. «Wir stimmen mit unserer Sicht, wie die Ziele umzusetzen sind, nicht immer überein», sagte Lawrow. Er kündigte eine engere und vertrauensvolle Zusammenarbeit an, um eine Lösung zu finden.