Florenz (dpa) - Italiens Fußball-Nationaltorhüter Gianluigi Buffon muss im Wettskandal keine Vorladung der Staatsanwaltschaft vor der Europameisterschaft befürchten.

«Ich werde ihn nicht einbestellen. Das würde Italiens EM-Vorbereitung stören», sagte Cremonas Staatsanwalt Roberto Di Martino, der sich selbst als Fan des Teams bezeichnete. Sollte der Torwart von Juventus Turin jedoch eine Aussage über Ergebnis- und Wettmanipulationen machen wollen, werde er ihn «gerne anhören», wurde Di Martino von der «Gazzetta dello Sport» zitiert.

Buffon hatte in der vergangenen Woche gesagt: «Wenn zwei Mannschaften unentschieden spielen wollen, ist das ihre Sache. Manchmal sagt man: Zwei Verletzte sind besser als ein Toter.» Am Vortag betonte der Kapitän der Azzurri, dass er damit keine Ergebnisabsprachen rechtfertigen wollte. Er habe lediglich die Situation beschrieben, in der zwei Mannschaften mit einem Unentschieden zufrieden sind.