Göhren-Lebbin (dpa) - Die Innenminister von Bund und Ländern beraten heute in Mecklenburg-Vorpommern über diverse Sicherheitsthemen. Nach dem eher lockeren Auftakt am Mittwochabend stehen intensive Gespräche über den Umgang mit radikal-islamistischen Salafisten und gewalttätigen Fans in Fußballstadien an.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft verlangte von der Innenministerkonferenz mehr Verfolgungsdruck auf Rocker-Banden: «Es ist durchaus zu befürchten, dass die Rockerbanden in eine verstärkte bundesweite Auseinandersetzung kommen, bei denen es Racheakte und weitere Tote geben kann», sagte Gewerkschaftschef Rainer Wendt der «Welt». Angesichts steigender Rockerkriminalität und zunehmender gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Rockerbanden sei ein «gemeinsames, abgestimmtes Vorgehen der Innenminister zwingend, föderalistische Spielchen sind fehl am Platz», unterstrich Wendt. Rocker müssten einen permanenten Beobachtungsdruck spüren.

Das Instrument des Verbots derartiger Vereine könne nur letztes Mittel sein: «Ein Verbot von Rockerclubs muss sehr genau überlegt werden», sagte Wendt. Nötig seien verdeckte Ermittler mit weitreichenden Kompetenzen, Razzien und Durchsuchungen. Zudem müsse die Justiz ihre Hausaufgaben machen und «mit harten Strafen die Szene abschrecken.»

Das Tagesordnungs-Thema Fußball-Rowdys erregt wieder die Gemüter, seitdem es am 15. Mai bei der Partie zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC in der Nachspielzeit zu chaotischen Szenen gekommen war. Fortuna-Anhänger hatten schon vor dem Abpfiff das Spielfeld gestürmt, zudem hatten zahlreiche Fans Pyrotechnik gezündet.

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