Trier (dpa) - Im Prozess um den gewaltsamen Tod von Lolita Brieger vor 30 Jahren hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den angeklagten Landwirt gefordert. Der 51-Jährige sei des Mordes schuldig, sagte Staatsanwalt Eric Samel in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Trier.

Der Bauer aus Scheid (Kreis Vulkaneifel) habe seine von ihm schwangere Ex-Freundin Brieger im November 1982 getötet und ihre Leiche auf einer Mülldeponie im nordrhein-westfälischen Frauenkron verscharrt. Die sterblichen Überreste der damals 18-Jährigen waren erst im Herbst 2011 gefunden worden, nachdem sich ein Mitwisser offenbart hatte.

Nach Ansicht von Staatsanwalt Samel hat der Angeklagte Brieger aus niedrigen Beweggründen getötet - und damit das Mordmerkmal erfüllt. Die junge Frau habe von ihrem niedrigeren sozialen Stand her nicht zu seiner reichen Bauernfamilie gepasst. Als Brieger dann schwanger wurde, wollte er sie loswerden. Da sie aber eine Trennung nicht akzeptierte, und das Kind austragen wollte, habe er «den für ihn bequemsten Weg gewählt und sie von der Bildfläche verschwinden lassen». «Damit hat er sein persönliches Wohl und Ansehen über das Leben eines Menschen gesetzt», sagte Samel. Das Urteil soll im Juni gesprochen werden.