Köln (SID) - FIFA-Chefmedizinier Jiri Dvorak hat eindringlich vor dem zunehmenden Missbrauch von Schmerzmitteln im Fußball gewarnt. Laut einer Studie der medizinischen Abteilung des Weltverbandes, nahmen bei der WM 2010 in Südafrika 39 Prozent aller Spieler vor jeder Begegnung Schmerzmittel zu sich. "Jede Medikation hat potenzielle Nebenwirkungen", sagte Dvorak. Bei einer Langzeitbehandlugen seien Schäden der Leber und Nieren nicht ausgeschlossen.

Seit 1998 sammelt die FIFA Daten über die Einnahme von Medikamenten bei Turnieren unter der Obhut des Weltverbandes. "Die Resulate sind frappierend. Selbst auf dem U17-Level nehmen zwischen 20 und 25 Prozent der Spieler entzündungshemmende Medikamente und Schmerzmittel", sagte Dvorak.