Montréal (dpa) - Mercedes-Teamchef Ross Brawn hat Michael Schumacher für dessen Umgang mit seiner Pechsträhne in der bisherigen Formel-1-Saison gelobt.

«Eine der Eigenschaften, die ich schon immer an Michael bewundert habe, ist sein Teamgeist. Er weiß, dass jeder für ihn sein Bestes gibt», sagte Brawn in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa vor dem Großen Preis von Kanada. Schumacher habe seine Energien schon immer lieber gebündelt als sie zu verschwenden, meinte Brawn.

Er muss es wissen: Der Brite war an allen sieben WM-Titeln des Rekordchampions beteiligt. Brawn stellte Schumacher auch Bestnoten in der bisherigen Saison aus. Obwohl der 43-Jährige lediglich zwei Punkte holte, Teamkollege Nico Rosberg hingegen 59 Zähler - und auch noch den ersten Sieg seit der Rückkehr des Mercedes-Werksteams vor gut zwei Jahren schaffte.

Schumacher ließ allerdings zuletzt mit seiner Pole-Position-Runde in Monte Carlo alte Zeiten wieder aufleben. Im Rennen war dann aber erneut vorzeitig Schluss für den 91-maligen Grand-Prix-Gewinner, dessen letzter Rennsieg vom Oktober 2006 datiert. Rosberg raste dagegen auf Rang zwei in Monaco.

Die Balance zwischen Frustration und Euphorie zu finden, ist für Brawn aber kein Problem. «Denn darauf darf man nicht emotional reagieren. Egal, ob man gute Resultate erzielt oder diese aufgrund von Schwierigkeiten verpasst, die einzige Reaktion darauf ist logisches Denken und harte Arbeit», erklärte der Brite.