Essen (dpa) - Die Entscheidung über den Börsengang des Essener Chemiekonzerns Evonik wird wegen der nervösen Märkte noch einmal aufgeschoben.

Die Entwicklung auf den Finanzmärkten seit Ende Mai bewirke eine zunehmende Unsicherheit, ob Erlöse erreichbar sind, die dem Wert der Evonik gerecht werden. Das teilte das Kuratorium der RAG-Stiftung (74,99 Prozent Beteiligung an Evonik) am Sonntag nach einer Telefonkonferenz mit. Die übrigen Anteile liegen bei dem Finanzinvestor CVC Capital Partners. Der Börsengang war bereits in den vergangenen Monaten verschoben worden.

Das Kuratorium der RAG-Stiftung habe dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, in dieser Woche weitere Gespräche mit Investoren zu führen, hieß es in der Mitteilung. Diese Gespräche sollten «in den nächsten Tagen» Klarheit bringen, um noch im Juni eine fundierte Entscheidung über den möglichen Schritt an den Kapitalmarkt zu ermöglichen. Die Lage in der Euro-Zone bleibt weiter angespannt. Am Wochenende hatte Spanien Hilfsbedarf in Milliardenhöhe für seine Banken angekündigt.