Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat nach zwischenzeitlich hohen Gewinnen mit uneinheitlicher Tendenz geschlossen. Als Grund für die späte Abwärtsbewegung wurde die wiederkehrende Skepsis über eine Lösung der Eurokrise genannt.

Im frühen Handel hatte die angekündigte Milliarden-Hilfe für die angeschlagenen spanischen Banken den Papieren Auftrieb gegeben. Der Dax schloss mit einem Plus von 0,17 Prozent bei 6141,05 Punkten, nachdem er vormittags teilweise rund zweieinhalb Prozent gewonnen hatte. Der MDax fiel ins Minus und verlor 0,20 Prozent auf 10 103,35 Zähler. Der TecDax sank sogar um 0,75 Prozent auf 739,51 Punkte.

Die Hilfsgelder für Spanien und die positiven chinesischen Exportdaten im Mai hätten am Morgen zu einer Marktübertreibung nach oben beigetragen, sagte Marktanalyst Gregor Kuhn von IG Markets. Das Problem sei durch zusätzliche Gelder für die Spanier aber nicht gelöst, kommentierte Marktanalyst Markus Kraus von GKFX Deutschland. Schlimmstenfalls werde es in die Zukunft verlagert. Auch Lars Kremkow, Marktstratege bei Activtrades in London, schlug in diese Kerbe: «Ein Etappengewinn impliziert noch lange nicht den Sieg der Tour.» Nun richte sich der Fokus auf die am Wochenende anstehende Wahl in Griechenland.