Berlin (dpa) - Die VZ-Netzwerke bauen wieder um: Das Online-Portal SchülerVZ soll zu einem «edukativen Angebot» werden und künftig unter dem Namen Idpool firmieren. Das teilte die Betreiberfirma am Montag in Berlin mit.

Die Zukunft der Schwester-Plattformen StudiVZ und MeinVZ ist ungewiss. Das Unternehmen gab zunächst keine konkreten Pläne für die schwächelnden Angebote bekannt, es werde im vierten Quartal «neue Optionen» prüfen. Die VZ-Netzwerke selbst firmieren künftig unter dem Firmennamen Poolworks. Im Zuge des Umbaus mussten 25 der zuletzt 70 Mitarbeiter gehen.

In diesem Jahr stehe ein «Befreiungsschlag» an, ließ Firmenchefin Stefanie Waehlert mitteilen. «Wir wollen unsere führende Position im Markt für soziale Jugendnetzwerke ausbauen.» Mit der neuen Ausrichtung ergänze SchülerVZ das Angebot des Mutterkonzerns Holtzbrinck und seiner Digitalsparte.

Die VZ-Netzwerke leiden unter der schier übermächtigen Konkurrenz von Facebook, immer mehr Nutzer kehren StudiVZ und Co. den Rücken. Die Zahl der Seitenbesuche (Visits) sank im Mai laut IVW auf 44,7 Millionen; ein Jahr zuvor waren es noch 206,7 Millionen, im Mai 2010 sogar noch 466,2 Millionen.