Europas Börsen feiern angekündigte Hilfen für spanische Banken =

Frankfurt/Main (dpa) - Die angekündigte Milliarden-Hilfe für die angeschlagenen spanischen Banken hat dem deutschen Aktienmarkt am Montag deutlich Auftrieb gegeben. Bis zum frühen Nachmittag gab der Dax allerdings einen Teil seiner Gewinne wieder ab, nachdem er am Vormittag teilweise rund zweieinhalb Prozent gewonnen hatte. Zuletzt stand er mit 1,76 Prozent im Plus bei 6238 Punkten. Auch für die asiatischen und europäischen Börsen ging es nach oben. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2544 (Freitag: 1,2468) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7972 (0,8021) Euro.

EU-Kommission: Spanien muss Kontrolleure akzeptieren =

Brüssel (dpa) - Für die zugesicherten 100 Milliarden Euro Notkredite muss Spanien nach EU-Angaben Kontrollbesuche von Experten in seinem Land akzeptieren. In einem ersten Schritt werde die EU-Kommission mit Unterstützung der Europäischen Zentralbank (EZB), der Europäischen Bankenaufsicht EBA und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) den Finanzbedarf der spanischen Banken bestimmen, sagte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn am Montag in Brüssel. Daraus würden die Summe und die Auflagen für die Kredite, die Madrid einhalten müsse, abgeleitet. Der IWF werde dann die Umsetzung der Auflagen überwachen - auch wenn er sich nicht an der Finanzierung der Hilfe für Spanien beteilige.

Staatsanwaltschaft prüft im Fall Schlecker =

Stuttgart (dpa) - Die Schlecker-Pleite hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart auf den Plan gerufen. Die Behörde prüfe, ob die Pleite mit möglichen Straftatbeständen wie Bankrott, Untreue oder Betrug in Verbindung stehe, sagte Sprecherin Claudia Krauth am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Es handele sich um ein routinemäßiges Vorgehen bei Insolvenzen, erklärte die Staatsanwältin. So werde nun in einer sogenannten Vorprüfung geklärt, ob Insolvenzverschleppung vorliegt. Es handele sich dabei nicht um ein Ermittlungsverfahren.

Investorenklagen gegen Porsche und VW kommen vor Gericht =

Braunschweig/Stuttgart/Wolfsburg (dpa) - Im Milliardenstreit um angebliche Marktmanipulationen bei der Übernahmeschlacht von Porsche und Volkswagen 2008 treffen die Gegner in knapp zwei Wochen erstmals vor Gericht aufeinander. Das Landgericht Braunschweig verhandelt vom 27. Juni an über die ersten zwei von insgesamt fünf Investorenklagen. Dabei geht es zunächst um Schadensersatzforderungen an die Porsche- Dachgesellschaft SE und eine Frankfurter Bank von rund 3,1 Millionen Euro. Gegenstand einer weiteren mündlichen Verhandlung ist eine Klage gegen die Porsche SE mit einem Volumen von 1,6 Millionen Euro.

Land will Schließung der Steuerlücke bei VW/Porsche prüfen =

Stuttgart (dpa) - Baden-Württembergs Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) will prüfen, ob die von VW und Porsche für ihre Fusion entdeckte Steuerlücke nachträglich geschlossen werden kann. «Es ist immer ärgerlich, wenn keine Steuern gezahlt und Schlupflöcher genutzt werden», sagte der SPD-Politiker am Montag in Stuttgart. Das Land müsse sich jedoch an Recht und Gesetz halten. «Wir leben nicht in einer Bananenrepublik.» Er sei für eine «ergebnisoffene Prüfung», ob das Umwandlungssteuergesetz auf Bundesebene geändert werden sollte.

Investitionsrekord bei erneuerbaren Energien =

Rio de Janeiro (dpa) - Noch nie wurde weltweit so viel Geld in Solarenergie, Windkrafträder und Biogasanlagen investiert wie im vergangenen Jahr. Insgesamt flossen 257 Milliarden US-Dollar (205 Mrd Euro) in die grüne Energiebranche, wie aus einem Bericht des UN-Umweltprogramms UNEP hervorgeht. Das war ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zu 2010. UNEP-Chef Achim Steiner sieht den Rekord als deutliches Signal an die Staats- und Regierungschefs vor dem UN-Nachhaltigkeitsgipfel «Rio+20», der kommende Woche in Rio beginnt. Nachhaltige Entwicklung könne aus bescheidenen Anfängen zur Realität für sieben Milliarden Menschen werden.

Umbau bei VZ-Netzwerken: SchülerVZ wird zu Idpool =

Berlin (dpa) - Unter dem wachsenden Druck von Facebook versuchen die VZ-Netzwerke einen Neustart: Das Online-Portal SchülerVZ soll zu einem «edukativen Angebot» werden und künftig unter dem Namen Idpool firmieren, teilte die Betreiberfirma am Montag in Berlin mit. Für die schwächelnden Schwester-Plattformen StudiVZ und MeinVZ nannte das Unternehmen zunächst keine konkreten Pläne, es werde für das vierte Quartal «neue Optionen» prüfen. Die Firma VZ-Netzwerke selbst firmiert künftig unter dem Namen Poolworks. Im Zuge des Umbaus trennt sie sich von 25 seiner 70 Mitarbeiter. Zudem gliedert der Mutterkonzern Holtzbrinck die Techniksparte in ein eigenes Unternehmen aus.

Apple zeigt die nächsten Neuheiten in San Francisco =

Berlin/Cupertino (dpa) - Apple will am Montag seine nächsten Neuheiten vorstellen. Mit besonderer Spannung wird erwartet, ob es bei der jährlichen Entwicklerkonferenz WWDC Hinweise auf die Apple-Pläne für das Fernsehgeschäft gibt. Ein Analyst glaubt sogar, Konzernchef Tim Cook könnte in San Francisco (ab 19.00 Uhr MESZ) den Apple-Fernseher enthüllen, über den schon so lange spekuliert wird. Auf jeden Fall wird Software im Mittelpunkt des Auftritts stehen, schließlich ist die Worldwide Developers Conference (WWDC) vor allem für die App-Entwickler da und die Programm-Vielfalt gilt als wichtiges Kaufargument für iPhones und iPads.