Köln (SID) - Der Erfurter Mediziner Andreas Franke hat in der Affäre um UV-behandeltes Athletenblut vor dem Landgericht Köln gegen den Westdeutschen Rundfunk (WDR) gesiegt. Demnach darf der Sender weiterhin nicht behaupten, Franke habe verbotene Blutbehandlungen durchgeführt. Auf SID-Anfrage erklärte der WDR am Montag, das Landgericht habe die einstweilige Verfügung von Andreas Franke bestätigt. Der WDR werde die Urteilsgründe sorgfältig prüfen, sobald diese vorliegen, auch im Hinblick auf eine Berufung vor dem Oberlandesgericht Köln.

Am 1. März hatte Franke vor dem Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen den WDR erwirkt. Darin hieß es, dem Sender sei ab sofort verboten, "in Bezug auf den Antragsteller zu behaupten, behaupten zu lassen, zu verbreiten oder verbreiten zu lassen, er habe 'verbotene Blutbehandlungen' durchgeführt, die bis 2005 zurückreichen und ... 28 Athleten betreffen."