FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs <EURUS.FX1> hat am Montag nur vorübergehend von der Einigung auf ein Hilfsangebot für Spanien profitiert. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,2521 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel war der Eurokurs noch bis auf 1,2667 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,2544 (Freitag: 1,2468) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7972 (0,8021) Euro.

Die Euro-Finanzminister hatten Spanien für seine angeschlagenen Banken am Samstag bis zu 100 Milliarden Euro zugesagt. Die Entscheidung hatte jedoch nur in der Nacht zum Montag für Kursgewinne beim Euro gesorgt. "Trotz aller Kritik an den Einzelheiten wird die Entscheidung der Finanzminister jedoch zu einer Beruhigung beigetragen", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte von der BHF-Bank. Damit könnte es gelingen, die Probleme im Bankensektor zu begrenzen. Noch fürchten einige Ökonomen, dass die Schuldenkrise jetzt auch auf das noch größere Italien übergreifen könnte.

"Entscheidend sind jetzt die am Sonntag anstehenden Parlamentswahlen in Griechenland", sagte Rieke. Bis dahin dürfte die Unsicherheit, ob Griechenland in der Eurozone bleibt, die Märkte beunruhigen. Da der Euro bereits in den vergangenen Woche stark verloren habe, rechnet Rieke zunächst nicht mehr mit weiteren Kursverlusten. Es sei zunächst wichtig, dass der Euro über der Marke von 1,25 Dollar bleibe, sagte Rieke. Konflikte in Griechenland um den Verbleib des Eurozone könnten den Euro dann ab der nächsten Woche weiter belasten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80770 (0,80795) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 99,60 (98,90) japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,2010 (1,2012) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> fest. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.584,00 (Vortag:1.576,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete unverändert 39.960,00 (39.980,00) Euro.