Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat zu Wochenbeginn spürbar von dem Hilfsangebot an das große Sorgenkind Spanien profitiert. Am Montagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2640 US-Dollar und damit eineinhalb Cent mehr als am Freitagabend.

Ein Dollar war zuletzt 0,7911 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag noch deutlich niedriger auf 1,2468 (Donnerstag: 1,2595) Dollar festgesetzt.

Die viertgrößte Euro-Wirtschaft Spanien dürfte schon bald finanzielle Hilfen des Rettungsschirms EFSF erhalten. Am Wochenende stellten die Finanzminister des Währungsraums bis zu 100 Milliarden Euro für den angeschlagenen Bankensektor in Aussicht. Ein Antrag Spaniens steht noch aus. Anders als in Griechenland, Irland und Portugal soll das Geld nicht mit staatlichen Spar- und Reformauflagen verknüpft sein. Die Finanzmärkte reagierten erleichtert auf das Hilfsangebot, nachdem die ungewisse Lage des spanischen Bankensektors in den Wochen zuvor stark belastet hatte.