Moskau (dpa) - Unmittelbar vor einer Großkundgebung von Gegnern des russischen Präsidenten Wladimir Putin sind mehrere Oppositionsführer in Moskau zu Befragungen vorgeladen worden. Kremlkritiker warfen den Ermittlungsbehörden vor, damit die Teilnahme der Regimegegner an der geplanten Protestaktion verhindern zu wollen. Der Linkspolitiker Sergej Udalzow folgte der Aufforderung nicht. Er wolle die Kundgebung nicht verpassen, ließ Udalzow über seine Anwältin ausrichten. Vermummte Einsatzkräfte hatten gestern die Wohnungen mehrerer prominenter Oppositioneller durchsucht.