Kiew (SID) - Andrej Schewtschenko erlebte mit seinen beide Treffer zum 2:1 gegen Schweden nicht nur die Krönung seiner großen Karriere, er versetzte sein gesamtes Heimatland in Ekstase. Experten und Medien feierten ihn als "Gott", die Fans ehrten ihn mit nicht endenden wollenden "Schewa, Schewa!"-Rufen. "Der Held des ukrainischen Volkes, der Kapitän unserer Auswahl, oder einfach nur der Gott des ukrainischen Fußballs", schrieb das Fachblatt Sport Ukrayne.

Matchwinner Schewtschenko erklärte sein Erfolgsgeheimnis folgendermaßen: "Ich fühle mich auch nicht wie 35, sondern wie 20. Ich hatte vor dem EM-Turnier viele Verletzungsprobleme. Aber davon spüre ich jetzt nichts.? Dass der Tag mit einem großen Schreck enden, konnte er da noch nicht ahnen. Auf dem Heimweg hielt er an einer Ampel, um passierende Fans über die Straße zu lassen, da krachte das hinter ihm fahrende Auto chinesischen Fabrikats auf seinen Porsche. Alle Beteiligten blieben unverletzt. Um die Klärung der Angelegenheit konnte sich Schewtschenko aber nur schwerlich kümmern. Kaum war er aus dem Auto ausgestiegen, umringten ihn Autogrammjäger.

Dem erfolgreichen EM-Auftakt folgten spontane Feten in allen ukrainischen Großstädten und ein minutenlanges Feuerwerk in Charkow. Zudem rief der Sieg auch den viel kritisierten Staatspräsidenten auf den Plan. Ein Foto mit Schewtschenko und Trainer Oleg Blochin, ein paar große Worte an das Volk: Wiktor Janukowitsch nutzte das Rampenlicht in bester Politikermanier. "Ich gratuliere uns allen zu diesem glänzenden Sieg", sagte er.

Blochin gab seinen Spieler nach dem umjubelten Erfolg im ersten EM-Spiel der Geschichte der Ukraine spontan frei.