München (SID) - Gefängnis oder Lazio Rom: Für Abwehrspieler Breno vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München entscheidet sich ab Mittwoch vor der Großen Strafkammer des Landgerichts München I die persönliche Zukunft. Der Brasilianer muss sich wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung verantworten. Für die Hauptverhandlung wurden vom Oberlandesgericht München zunächst zehn Verhandlungstage bis Mitte Juli angesetzt. Breno droht für den Fall einer Verurteilung eine Haftstrafe von mindestens einem Jahr bis zu maximal 15 Jahren.

Dem 22-Jährigen, dessen Vertrag beim FC Bayern am 30. Juni ausläuft, liegt ein unterschriftsreifes Angebot von Italiens Top-Klub Lazio Rom vor, bei dem auch der deutsche Nationalspieler Miroslav Klose unter Vertrag steht. Der Vertrag wird allerdings nur wirksam, wenn Breno Vinicius Rodrigues Borges, wie er mit vollem Namen heißt, nicht ins Gefängnis muss. Sein Abgang aus München ist schon länger beschlossene Sache.

Breno wird vorgeworfen, in der Nacht vom 19. auf den 20. September 2011 die von ihm angemietete Villa in Grünwald bei München in alkoholisiertem Zustand vorsätzlich in Brand gesetzt zu haben. Dabei entstand ein Sachschaden von etwa einer Million Euro. Breno, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Ermittlungsverfahren keine Angaben zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen gemacht hatte, befindet sich auf Kaution und unter Auflagen auf freiem Fuß.

Beim FC Bayern hatte sich der talentierte Verteidiger, der 2008 vom FC São Paulo für zwölf Millionen Euro an die Isar geholt wurde, auch wegen zahlreicher Verletzungen nicht durchsetzen können. Brenos Verpflichtung gilt als ein großes Missverständnis. Nur bei seiner Ausleihe an den 1. FC Nürnberg in der Rückrunde der Saison 2009/10 überzeugte Breno, bis ihn eine schwere Knieverletzung wieder einmal zurückgeworfen hatte.