Glasgow (SID) - Dem schottischen Fußball-Rekordmeister Glasgow Rangers droht eine Drei-Jahres-Sperre für europäische Wettbewerbe. Der britische Fiskus hatte am Dienstag als einer der großen Gläubiger den Plan abgelehnt, wonach dem insolventen Renommierklub die hohen Steuerschulden erlassen werden sollten.

Insolvenzverhalter Paul Clark kündigte an, dass der 140 Jahre alte Traditionsverein dennoch überleben und seine Spiele weiter im Ibrox Park austragen könnte. Dazu müsste der 54-malige Meister in seiner jetzigen Struktur jedoch aufgelöst werden. "Der Klub wird nicht so weitergeführt wie bislang, sondern in eine neue Unternehmenstruktur geführt", sagte Clark.

Dazu sollen die anderen Klubs der ersten schottischen Liga darüber entscheiden, ob die Rangers in ihrer neuen Unternehmensform in der ersten Liga bleiben können. Sollte das nicht so geschehen, droht dem Klub der Absturz in die Tiefen des schottischen Fußballs.

Die britische Steuerbehörde HNRC ist der Ansicht, dass die Auflösung der jetzigen Vereinsform gerechter sei als die Stundung der hohen Schulden. Gläubiger des Fußball-Klubs würden mehr von ihrem Geld zurückbekommen. "Rangers kann einen Neuanfang machen", sagte ein Sprecher der Steuerbehörde.

Die Rangers hatten im Februar Insolvenz angemeldet. Insgesamt soll der Fiskus eine Steuernachzahlungen in Höhe von knapp 59 Millionen Euro fordern. Zudem war der Traditionsklub von der schottischen Premier League zehn Punkte abgezogen worden. Erzrivale Celtic Glasgow sicherte sich dadurch schon fünf Spieltage vor Saisonende den 43. Meistertitel.