Kiel (dpa) - Der schleswig-holsteinische Landtag ist am Dienstag zusammengekommen, um einen neuen Ministerpräsidenten zu wählen. Einziger Kandidat ist der Sozialdemokrat Torsten Albig.

Das Ergebnis wird mit großer Spannung erwartet, weil die Bündnisparteien SPD, Grüne und SSW nur ein Mandat mehr haben als CDU, FDP und Piratenpartei. Wenn Albig gewählt wird, ist der Weg frei für eine Regierung der sogenannten Dänen-Ampel.

Offen blieb bis zuletzt, ob Albig in der geheimen Wahl auch Stimmen von Piraten bekommen wird. Sie zeigten sich am Vorabend verärgert darüber, dass die Spitzenpolitiker Robert Habeck von den Grünen und Anke Spoorendonk vom SSW nicht an einem Gespräch mit Albig teilnahmen, zu dem die Piraten eingeladen hatten.

Albig zeigte sich unmittelbar vor der Sitzung zuversichtlich und bekräftigte, dass er anders als die 2005 an einem Abweichler gescheiterte Heide Simonis nur für einen Wahlgang zur Verfügung steht. «Geschichte wiederholt sich nicht», sagte Albig.

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