Belgrad (dpa) - Nach mehreren gescheiterten Versuchen hat das albanische Parlament den früheren Innenminister Bujar Nishani zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Die Opposition nahm an der Abstimmung in der Hauptstadt Tirana aus Protest nicht teil. Das Land wird seit 2009 von einer innenpolitischen Krise gelähmt. Die sozialistische Opposition wirft der Partei von Regierungschef Sali Berisha Wahlfälschung und Korruption vor. Die innenpolitischen Zerwürfnisse hatten zuletzt auch die Annäherung des Nato-Landes an die Europäische Union beeinträchtigt.