London/Berlin (dpa) - Ob .google, .berlin oder .music: Die Internet-Verwaltung ICANN gibt heute in London die Bewerber für neue Endungen von Web-Adressen bekannt.

Nach jahrelanger Diskussion hatte die nicht-kommerzielle Organisation 2011 nahezu beliebige Wörter als Top Level Domains (TLD) zugelassen, etwa Städte- und Firmennamen, aber auch generische Begriffe wie .auto oder .reise. Es handelt sich um die bislang größte Ausweitung des Adressraums in der Geschichte des Internets. Bis die neuen Endungen online gehen, werden aber noch Monate, möglicherweise sogar Jahre vergehen. Ab Juli will ICANN die Bewerbungen prüfen, ab Dezember die Ergebnisse veröffentlichen.

Grundsätzlich kann sich jede Firma um eine Adress-Endung bewerben. Allerdings beträgt allein die Bewerbungsgebühr 185 000 Dollar, der Betrieb dürfte noch höhere Summen verschlingen. Im Vorfeld hatte etwa Google bekanntgegeben, sich um 50 TLD zu bemühen, darunter .google und .youtube, aber auch .docs und .lol. In Deutschland bewirbt sich die Firma dotBERLIN mit formaler Unterstützung des Senats um die Adress-Endung der Hauptstadt.

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