Peking (SID) - Im Korruptionsskandal im chinesischen Fußball hat das Gericht drakonische Urteile gefällt. Der ehemalige Verbands-Chef Nan Yong muss für zehneinhalb Jahre ins Gefängnis und umgerechnet 170.000 Euro Geldstrafe zahlen. Sein Vorgänger Xie Yalong erhielt ebenfalls zehneinhalb Jahre Gefängnis, zudem muss er 25.000 Euro Geldbuße entrichten.

In Li Dongsheng erhielt ein weiterer hoher Fußball-Funktionär neun Jahre Gefängnis. Ingesamt wurden 24 Personen im Zusammenhang mit Korruption, Glücksspiel und Schutzgelderpressung verurteilt. In Shen Si, Qi Hong, Jian Jin und Li Ming wurden auch vier Ex-Nationalspieler für schuldig befunden und mit Haftstrafen bis zu sechs Jahren bestraft. Ihnen wird Spielmanipulation zur Last gelegt. Zu den Verurteilten zählen auch vier Schiedsrichter (bis zu sechs Jahren Haft), die offenbar ebenfalls Bestechungsgelder angenommen hatten.