Berlin (SID) - Für Hertha BSC wird die Frage nach der Ligazugehörigkeit immer mehr zur Geduldsprobe. Der Verein hatte angekündigt, dass er die schriftliche Urteilsbegründung des DFB-Bundesgerichtes abwarten werde, bevor er gegen die Wertung des Relegationsspiels bei Fortuna Düsseldorf (2:2) eventuell noch vor das DFB-Schiedsgericht zieht. Laut Geschäftsführer Ingo Schiller liegt aber eine Urteilsbegründung immer noch nicht vor.

Mehr und mehr gerät der Klub durch die vielen juristischen Gefechte in Zeitnot. In zwei Wochen will der sportlich abgestiegene Verein mit der Vorbereitung auf die kommende Saison beginnen - ohne die Gegner der Spielzeit zu kennen. Auch der Verkauf von Dauerkarten konnte nicht eingeleitet werden.

Dem Klub fällt es zudem schwer, die vom Kontrollausschuss des DFB vorgeschlagenen Strafmaßnahmen unter anderem wegen Verfehlungen im Relegationsspiel richtig einzustufen. Für das erste Saisonheimspiel soll die "Alte Dame" nur 15.000 Karten an eigene Anhänger sowie 5000 Karten an Gästefans verkaufen dürfen. Wie sehr die Maßnahme schadet, ist nicht abzusehen. Schließlich kann der erste Heimgegner Bayern München oder SV Sandhausen heißen. Hertha hat die Vorschläge des Kontrollausschusses abgelehnt und zieht auch in dieser Sache vors DFB-Sportgericht.