Charkow (dpa) - Das 39. Duell zwischen Deutschland und den Niederlanden wird nicht nur wegen der großen Rivalität beider Fußball-Nationen ein ganzes heißes Duell. Den Holländern droht der Vorrunden-K.o. schon im zweiten Spiel der Europameisterschaft.

Im Spielort in der Ukraine wird den Spielern bei erwarteten Temperaturen von bis zu 30 Grad auch noch am Abend auch körperlich alles abverlangt werden. «Vielleicht kann man von einer Hitzeschlacht sprechen», sagte Bundestrainer Joachim Löw.

Schon bei der Ankunft am Dienstag hatte die deutsche Delegation bei Temperaturen von 35 Grad ein erster Klimaschock zugesetzt. Löw betonte jedoch, dass für beide Mannschaften die Bedingungen gleich wären. Mannschaftsarzt Tim Meyer will im Tagesverlauf besonders darauf achten, dass die «erste Regel» von allen Spieler befolgt wird: Man müsse «den Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht halten, also viel trinken», sagte der Internist.

Die Spieler müssten den ganzen Tag sowie vor und während des Spiels möglichst viel trinken. In der Halbzeitpause soll zudem gekühlt werden. Die modernen Trikots würden zudem eine gute Schweißabgabe ermöglichen, was auch sehr helfe.

Löw pokert wieder bis zuletzt mit seiner Aufstellung. Er wiederholte bei der abschließenden Pressekonferenz in Charkow noch einmal, dass der Leitspruch «never change a winning team» für ihn «keinen Automatismus» darstelle. Trotzdem wird damit gerechnet, dass er die Siegerelf des ersten Spiels gegen Portugal aufbieten wird.

Der Bundestrainer warnte vor der «Weltklasse-Offensive» der Holländer, «die uns alles abverlangen wird». Das deutsche Team kann mit einem weiteren Sieg womöglich schon das Viertelfinale buchen. «Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen können», sagte Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger: «Wir wollen den zweiten Schritt tun.»