Jerusalem (SID) - Der Präsident des palästinensischen Fußball-Verbandes PFA, Jibril Rajoub, hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) zu Sanktionen gegen Israel aufgefordert. Er verlangte von der UEFA, Israel die Gastgeberrolle der U21-EM 2013 zu entziehen. Der PFA protestiert gegen die Inhaftierung von palästinensischen Spielern ohne Gerichtsbeschluss in Israel.

Rajoub schrieb einen Brief an UEFA-Präsident Michel Platini, der der französischen Nachrichten-Agentur AFP vorliegt. Darin prangert er die "Verstöße" der israelischen Regierung gegen die Regeln des Weltverbandes FIFA und der Olympischen Charta an.

Sogar FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hatte sich eingeschaltet. Er sorgt sich um den Gesundheitszustand mehrerer palästinesischer Fußballer. Der FIFA liegen laut eigenen Angaben Berichte vor, wonach einige palästinensische Fußballspieler unter "offensichtlicher Missachtung ihres Rechts auf körperliche Unversehrtheit und ihrer Menschenrechte" von israelischen Behörden "mutmaßlich illegal in Haft gehalten und ihnen das Recht auf einen ordentlichen Prozess (Gerichtsverfahren) verweigert werde", hieß es vonseiten der FIFA.

Es geht besonders um den palästinensischen Spieler Mahmoud Sarsak. Sein Gesundheitszustand soll besorgniserregend sein, da er sich seit rund 90 Tagen aus Protest gegen seine mutmaßlich illegale Inhaftierung im Hungerstreik befindet.