Damaskus/Istanbul (dpa) - Der Machtkampf in Syrien wird immer mehr auf dem Schlachtfeld ausgetragen. Aktivisten berichteten am Freitag von intensiven Gefechten in den Provinzen Deir as-Saur, Homs, Aleppo und Damaskus-Land. Der Syrische Nationalrat meldete, am Vortag seien landesweit etwa 80 Regimegegner und unbeteiligte Zivilisten getötet worden. Am Freitag sollen erneut Stadtviertel von Homs und die Rebellenhochburg Al-Rastan mit Artillerie beschossen worden sein.

In den vergangenen Wochen sollen weiter Soldaten zu den Brigaden der Regimegegner übergelaufen sein. Außerdem haben die Gegner von Präsident Baschar al-Assad nach eigenen Angaben Waffen erhalten, die zum Teil mit Spenden aus den arabischen Golfstaaten finanziert worden sein sollen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, die «zuständigen Behörden» hätten einen «Al-Kaida-Terroristen» verhaftet. Der junge Mann sei rekrutiert worden, um sich an diesem Freitag in der Al-Rifai-Moschee in Damaskus in die Luft zu sprengen. Sein «Geständnis» werde später vom Staatsfernsehen ausgestrahlt, hieß es. Neben den Bericht stellte die Agentur das Foto eines glatt rasierten, modern gekleideten jungen Mannes.

Sana-Meldung, arabisch