Tokio (dpa) - Der Sieg der Eurobefürworter bei der Wahl in Griechenland hat den Börsen in Asien am Montag kräftig Auftrieb verliehen. «Das schlimmste Szenario ist fürs erste abgewendet», sagte Hiroichi Nishi von SMBC Nikko Securities der Agentur Kyodo.

An der asiatischen Leitbörse in Tokio notierte der Nikkei-Index für 225 führende Werte zur Handelsmitte einen Aufschlag von 150,95 Punkten oder 1,76 Prozent beim Zwischenstand von 8720,27 Punkten.

Auch in Hongkong legten die Kurse zu, der Hang Seng Index stieg um 1,45 Prozent. Der Shanghai Shenzen CSI 300 verbesserte sich um moderate 0,49 Prozent, während die Kurse in Taiwan um 1,67 Prozent kletterten. Der Kospi in Korea konnte um 2,05 Prozent zulegen. Doch einige Marktanalysten sind weiter skeptisch, ob der Aufwärtstrend andauern wird, und verweisen auf die andauernden Sorgen über die Finanzlage Spaniens.

«Es gibt ein kurzfristiges Aufatmen», sagte Belinda Allen, Investmentanalyst bei Colonial First State Global Asset Management in Sydney der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg. «Wir alle wissen, dass Griechenland noch einen langen und harten Weg vor sich hat und die Probleme Europas durch diese Wahl nicht gelöst sind», so Allen.

Bei den Parlamentswahlen in Griechenland war die konservative Nea Dimokratia am Sonntag nach Auszählung fast aller Stimmen mit knapp 30 Prozent stärkte Kraft geworden. Zusammen mit der sozialistischen Pasok würde sie über eine Mehrheit im Parlament verfügen. Beide Parteien haben sich für die Beibehaltung des Sparkurses und einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone ausgesprochen.

Der Ausgang der Wahl ließ auch den Euro in Asien etwas anziehen. Die Gemeinschaftswährung wurde um 11.30 Uhr in Tokio fester mit 100,50-52 Yen gehandelt nach 99,68-72 Yen am späten Freitag vergangener Woche. Zur US-Währung lag der Euro ebenfalls fester bei 1,2682-92 Dollar nach 1,2619-20 Dollar am späten Freitag. Der Dollar notierte zum Yen ebenfalls fester mit 79,25-28 Yen nach 78,99-79,00 Yen am Freitag.