Ilsede (dpa) - Nach dem Tod der vier Geschwister im niedersächsischen Ilsede kümmern sich Notfallpsychologen um die Mitschüler der Kinder. Die Landesschulbehörde schickte am Montag zehn Experten in das Gymnasium und die benachbarte Grund- und Hauptschule Ilsede.

Dort wird zunächst der Tod der Kinder Thema in den Klassen sein, danach soll der normale Unterricht weitergehen. Die Experten wollen auch danach noch länger für Lehrer und Schüler zum Gespräch zur Verfügung stehen, hieß es von der Landesschulbehörde.

Der Vater der Kinder rang auch am Montag noch mit dem Tod, er hatte nach der Tat versucht, sich umzubringen. Zum Schutz des Mannes wurden inzwischen Polizeikräfte vor seinem Zimmer in einem Krankenhaus postiert, sagte eine Polizeisprecherin in Salzgitter.

Der Mann soll seine vier Kinder in der Nacht zum Freitag umgebracht haben. Die Leichen des 12-jährigen Mädchens und seiner drei Brüder im Alter von 5, 7 und 9 Jahren waren in einem Reihenhaus gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass Beziehungsprobleme das Motiv für die Tat waren.