Berlin (dpa) - Die Bundesregierung lehnt jede nähere Auskunft zum möglichen Panzergeschäft mit Saudi-Arabien weiterhin ab. «Dazu nehmen wir grundsätzlich keine Stellung», sagte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter am Montag in Berlin.

Der Bundessicherheitsrat - der für einen solchen Rüstungsexport die Erlaubnis erteilen müsste - tage geheim. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums gibt es bislang noch keine Genehmigungsanfrage.

Nach Informationen der «Bild am Sonntag» will Saudi-Arabien 600 bis 800 Panzer des Typs Leopard 2 ordern - und damit weitaus mehr als die bisher bekannten 200 bis 300 Exemplare. Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien sind wegen der Menschenrechtslage in dem autoritär regierten Land umstritten. Außerdem war Saudi-Arabien auch an der Niederschlagung von Protesten im Nachbarland Bahrain beteiligt.

Wirtschaftsbeziehungen zu Saudi-Arabien

Amnesty International zu Saudi-Arabien