Tel Aviv/Gaza (dpa) - Nach einer kurzen Ruhephase ist die gewalttätige Konflikt zwischen militanten Palästinensern im Gazastreifen und Israel wieder entbrannt. Ein Mitglied einer militanten Palästinenserorganisation starb am Samstag bei einem israelischen Luftangriff.

Ein Vierjähriger wurde im Südosten des Gebiets am Mittelmeer durch eine Explosion getötet. Dabei handelte es sich nach Angaben eines Sprechers des Hamas-Gesundheitsministeriums um eine israelische Rakete. Die israelischen Streitkräfte bestritten den Angriff jedoch.

Das israelische Militär machte die hohe Zahl palästinensischer Blindgänger für die Opfer unter der Zivilbevölkerung verantwortlich. So seien allein binnen einer Stunde am Samstagnachmittag 35 der selbstgebauten Raketen im Gazastreifen abgefeuert worden. Davon seien aber nur neun in Israel eingeschlagen. Der Rest sei irgendwo im Gazastreifen explodiert, teilte das Militär mit. Dies sei einer der Gründe, warum Kinder verletzt würden.

Die Raketen gegen Israel wurden von radikalen Splittergruppen abgefeuert. Unter anderem wurde eine Schule in Israel getroffen, wo aber wegen des Schabbats kein Unterricht stattfand. Damit galt eine von der Hamas am Donnerstag einseitig ausgerufene Waffenruhe als gescheitert. Israel macht die Hamas für alle Angriffe verantwortlich, weil diese das kleine Palästinensergebiet am Mittelmeer kontrolliert.

Seit Beginn der neuen Runde der Feindseligkeiten am Montag starben im Gazastreifen damit bereits 15 Menschen, unter ihnen drei Zivilisten. Rund 65 weitere Menschen erlitten Verletzungen. In Israel wurden fünf Menschen verletzt. Mehr als 150 Raketen und Granaten sind nach Angaben von Armeesprecherin Leibovich seit Wochenbeginn in Israel eingeschlagen.

Webseite der israelischen Armee

Tödliche Explosion