Berlin (dpa) - Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong wehrt sich vehement gegen die Doping-Vorwürfe der amerikanischen Anti-Doping-Agentur (USADA). In einem 18-seitigen Brief forderte der ehemalige Radprofi, die «zweifelhaften Anschuldigungen» gegen ihn fallen zu lassen.

Die Stellungnahme, die Armstrong innerhalb von zehn Tagen nach Erhalt eines USADA-Briefes abgeben musste, wurde von seinem Anwalt Robert Luskin unterzeichnet. Am 12. Juni hatte die USADA dem Texaner in einem Brief mitgeteilt, dass «mehrere Fahrer mit Wissen aus erster Hand», aussagen würden, dass Armstrong zwischen 1998 und 2005 EPO und Testosteron genommen, Blut-Transfusionen genutzt sowie Dopingmittel vertrieben und verwaltet habe.

Zudem schrieb die USADA, dass mutmaßliche Dopingproben von Armstrong aus den Jahren 2009 und 2010 «vollkommen mit Proben übereinstimmen, an denen Blutmanipulation, inklusive EPO und/oder Blut-Transfusionen vorgenommen wurden.» Belastet wurde auch sein ehemalige Teamchef Johan Bruyneel sowie vier weitere Personen seines ehemaligen Rennstalls US Postal.

«Sollte die USADA keine Beweise vorlegen, sollte der Untersuchungsausschuss der USADA empfehlen, die Anklage aus Mangel an Beweisen fallen zu lassen», heißt es in Armstrongs Antwortbrief. Armstrong droht bei einer Verurteilung der Verlust seiner sieben Siege bei der Frankreich-Rundfahrt. Trotz immer wiederkehrender Anschuldigungen ist der Texaner bisher nie eines Doping-Vergehens überführt worden.