Birmingham (SID) - Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte dem britischen Sprinter Dwain Chambers durch ein Urteil eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen in London (27. August bis 12. Juli) rechtlich ermöglicht, die sportliche Qualifikation hat der Sprinter bei den Trials in Birmingham aber erneut verpasst. Im Finale über 100 m siegte Chambers am Samstag zwar in 10,25 Sekunden, die geforderte Norm verfehlte er aber um sieben Hundertstel.

Um für Großbritannien bei den Spielen starten zu dürfen, müsste Chambers bei den Trials mindestens Zweiter werden und zudem in einem Rennen 10,18 laufen. Beide Vorgaben hat bislang nur der 18 Jahre alte Adam Gemili erfüllt. Bei den Trials wurde er hinter Chambers Zweiter, die geforderte Zeit hatte er in 10,08 kürzlich unterboten.

Das Schiedsgericht in Lausanne war am 30. April zu der Auffassung gekommen, die Haltung des britischen Olympia-Komitees (BOA), Dopingsünder wie Chambers lebenslang von Olympia auszuschließen, sei nicht mit den Code der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA vereinbar.