Frankfurt/Main (dpa) - Anhaltende Sorgen um die Euro-Zone haben die wichtigsten deutschen Aktienindizes am Montag weiter belastet. Der Dax rutschte bis zum Mittag um 1,51 Prozent auf 6168 Punkte ab. In der Vorwoche hatte der Leitindex nach einer Berg- und Talfahrt noch ein Plus von 0,54 Prozent behauptet.

Nun schwinden aber laut Händlern die Hoffnungen auf den EU-Gipfel in dieser Woche und das reflektiere der schwache Markt. Für den MDax ging es zuletzt um 0,66 Prozent auf 10 109 Punkte bergab. Der technologielastige Auswahlindex TecDax sank um 0,95 Prozent auf 734 Punkte.

Am Wochenende seien Fortschritte mit dem Blick auf die Euro-Zone ausgeblieben und einem Börsianer zufolge schwinden die Hoffnungen auf den Gipfel mehr und mehr. Die Märkte preisten nun langsam eine Enttäuschung ein. Aktienhändler Markus Huber von ETX Capital sieht zwar noch Spekulationen auf kleine Fortschritte für neues Wachstum in Europa und Hinweise auf eine mögliche Bankenunion. Nach den Wahlen in Griechenland und auch wegen der Probleme im spanischen Bankensystem verfestigen sich aber die Sorgen um die Eurozone. Bisher bleibe die erneute Hilfe der internationalen Notenbanken aus.

ThyssenKrupp rutschten nach einer Kurszielsenkung mit minus 3,74 Prozent auf 12,210 Euro ans Dax-Ende. Nach der jüngsten Kurserholung bei dem Papier nutzten einige Anleger den Kommentar zu weiteren Gewinnmitnahmen bei dem Stahlwert. Einziger Dax-Titel im Plus waren Adidas, die sich um 0,42 Prozent auf 57,23 Euro verteuerten. Händler konnten keine neuen Nachrichten ausmachen. Allerdings verlaufe die Fußball Europameisterschaft positiv für den Sportartikelhersteller, nachdem die deutsche Mannschaft wie auch Spanien in das Halbfinale eingezogen sind. Beide Teams werden von Adidas ausgestattet.

Südzucker-Papiere sprangen nach überraschend vorgelegten Zahlen mit plus 2,21 Prozent auf 26,370 Euro an die MDax-Spitze. Ein hoher Zuckerpreis und eine ungebrochen große Nachfrage haben Europas größtem Zuckerkonzern einen starken Start in das Geschäftsjahr 2012/13 ermöglicht. Händler nannten die vorläufigen Daten «stark» und auch der Ausblick sei positiv.