Fünf deutsche Tennisprofis in Wimbledon-Runde zwei

London (dpa) - Gleich fünf deutsche Tennisprofis sind am ersten Tag des Rasenturniers in Wimbledon weitergekommen. Vorjahres-Halbfinalistin Sabine Lisicki machte bei ihrem Lieblingsturnier mit einem 6:4, 6:2-Sieg gegen die junge Kroatin Petra Martic einen ersten Schritt aus dem Formtief. Der Berlinerin folgten in die zweite Runde Top-Ten-Spielerin Angelique Kerber und das Männer-Trio Florian Mayer, Philipp Petzschner und Benjamin Becker. Nur Tobias Kamke schied aus. Mona Barthel muss bei den 126. All England Championships nachsitzen. Ihre Auftaktpartie gegen die an zwölf gesetzte Russin Vera Swonarewa wurde wegen Dunkelheit beim Stand von 6:2, 6:7 (3:7) abgebrochen und auf Dienstag vertagt.

DOSB nominiert 79 weitere Athleten für Olympia

Frankfurt/Main (dpa) - Der Deutsche Olympische Sportbund hat am Montag 79 weitere Athleten für die Olympischen Sommerspiele in London nominiert. Auf seiner Sitzung in Frankfurt am Main vergab das Präsidium des DOSB am Montag die Tickets an 52 Männer und 27 Frauen. Damit haben bislang 164 Sportler und Sportlerinnen ihre Fahrkarte in die englische Hauptstadt sicher. Bereits am 31. Mai hatte der DOSB die ersten 85 Athleten für die Sommerspiele vom 27. Juli bis 12. August berufen. Die letzte Nominierungsrunde findet am 4. Juli erneut in Frankfurt statt. Insgesamt plant der Dachverband des deutschen Sports in London mit rund 380 Sportlern.

Magath: Interessenten für Mandzukic - Medien: Wechsel zu Bayern

München/Wolfsburg (dpa) - Der FC Bayern München soll zu den Interessenten für den Wolfsburger Fußballprofi Mario Mandzukic gehören. «Es gibt mehrere offizielle Anfragen», sagte VfL-Geschäftsführer Felix Magath am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Übereinstimmende Medienberichte, wonach der Liga-Konkurrent aus München mit einem zweistelligen Millionen-Angebot im Spiel sein soll, wollte Magath nicht bestätigen: «Dazu kann ich nichts sagen.» Der kroatische Nationalstürmer hatte bei der EM drei Tore erzielt und besitzt beim VfL noch einen Vertrag bis 2014.

Olympiastützpunkt wehrt sich gegen Doping-Verdacht

Saarbrücken (dpa) - Nach den Doping-Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft gegen einen Wissenschaftler aus Saarbrücken wehrt sich der Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland (OSP) gegen einen Dopingverdacht. Es gebe keine Hinweise, dass Dopingvergehen an dem Stützpunkt begangen worden seien, erklärte OSP-Leiter Steffen Oberst am Montag in Saarbrücken. Der Wissenschaftler habe seit April 2009 auf Honorarbasis Vorträge am OSP zum Thema Ernährungsberatung gehalten und vereinzelt auch Kaderathleten individuell beraten. Die Zusammenarbeit mit ihm sei aber vor zwei Wochen beendet worden, als der OSP von den Ermittlungen erfahren habe. Der Wissenschaftler, dessen Name bislang nicht veröffentlich worden ist, sei ein früherer Mitarbeiter der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) in Saarbrücken, die den Stützpunkt über die Ermittlungen informierte.

Giro d'Italia 2013 startet in Neapel

Mailand/Berlin (dpa) - Der Giro d'Italia wird im nächsten Jahr in Neapel beginnen. Das verkündeten die Organisatoren der Radrundfahrt am Montag in Mailand. 50 Jahre nach dem letzten Etappenstart in Neapel kehrt der Tross des zweitwichtigsten Drei-Wochen-Rennens an den Fuß des Vesuv zurück. Der 96. Giro wird vom 4. bis 26. Mai ausgefahren.

Özil: Sind hier für den EM-Titel

Danzig (dpa) - Die neue deutsche Spieler-Generation lässt sich nicht vom Italien-Fluch der Fußball-Nationalmannschaft beeindrucken. Was in der Vergangenheit war, zähle nicht mehr, sagte Mesut Özil am Montag in Danzig zur Statistik, dass Deutschland bei einem großen Turnier noch nie gegen den viermaligen Weltmeister gewinnen konnte. Er glaube, dass die anderen Nationen großen Respekt hätten. Das Ziel sei der EM-Titel, erklärte der Mittelfeldspieler von Real Madrid.

Schweinsteiger fühlt sich fit für Italien-Hit

Danzig (dpa) - Der von einer Knöchelblessur geplagte Bastian Schweinsteiger sieht keine Gefahr für seinen Einsatz im Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft gegen Italien. Er fühle sich fit, um in der Startformation spielen zu können, erklärte der Vizekapitän am Montag im ARD-Hörfunk. Auch das im Elfmeterschießen verlorene Champions-League-Finale mit dem FC Bayern München gegen den FC Chelsea habe er unter den gleichen Voraussetzungen bestritten, bemerkte Schweinsteiger.

Merkel will sich noch nicht auf Besuch bei EM-Endspiel festlegen

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich doch noch nicht festlegen, ob sie bei einem Einzug der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ins EM-Finale nach Kiew reist. Darüber werde kurzfristig entschieden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Am Wochenende hatte Teammanager Oliver Bierhoff gesagt, die Kanzlerin habe der Mannschaft nach dem Viertelfinal-Erfolg bei einem Besuch in der Kabine zugesagt, auch zum Endspiel in Kiew am 1. Juli zu kommen.

Italiens Coach Prandelli will DFB-Elf taktisch überraschen

Krakau (dpa) - Italiens Fußball-Nationaltrainer Cesare Prandelli geht selbstbewusst ins EM-Halbfinale gegen Deutschland. Er sei sicher, Deutschland mit einigen taktischen Ideen in Schwierigkeiten bringen zu können, sagte der 54-Jährige am Montag im Casa Azzurri. Wenn seine Azzurri am Donnerstag in Warschau gut vorbereitet in die Partie gingen, hätten sie Siegchancen.

Franzose Lannoy pfeift deutsches Halbfinale gegen Italien

Warschau (dpa) - Der Franzose Stéphane Lannoy pfeift am Donnerstag das EM-Halbfinale der deutschen Nationalmannschaft gegen Italien in Warschau. Das teilte die Europäische Fußball-Union UEFA am Montag mit. Der 42-Jährige leitete bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine bereits das erste Spiel der DFB-Elf gegen Portugal (1:0). Schiedsrichter des ersten Halbfinals zwischen Spanien und Portugal am Mittwoch in Donezk ist der Türke Cüneyt Cakir. Den Unparteiischen für das Endspiel am Sonntag in Kiew gibt die UEFA am Freitag bekannt.

Podolski für polnischen Trainer der «Weiß-Roten»

Warschau/Danzig (dpa) - Nach dem EM-Aus von Co-Gastgeber Polen hält der deutsche Nationalspieler Lukas Podolski einen Einheimischen für die beste Lösung bei der Suche nach einem neuen Nationaltrainer der «Weiß-Roten». Ein Pole kenne die Mentalität der polnischen Fußballer einfach besser, zitierten polnische Medien am Montag den in Polen geborenen Podolski. Der Nachfolger von Franciszek Smuda müsse polnisch sprechen können und sich mit dem Land identifizieren, begründete Podolski.

Trotz EM-Debakels: Van Marwijk vor Verbleib als Oranje-Coach

Zeist (dpa) - Trotz des Debakels bei der Fußball-EM soll Bert van Marwijk Trainer der niederländischen Nationalmannschaft bleiben. Der Bondscoach traf sich bereits am vergangenen Donnerstag mit KNVB-Direktor Bert van Oostveen, um in der Verbandszentrale in Zeist die Gründe für das Vorrunden-Aus des Vize-Weltmeisters bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine zu erörtern. Nach Informationen des «Algemeen Dagblad» vom Montag besteht seitdem im Königlichen Niederländischen Fußball-Verband Einigkeit, van Marwijk die Möglichkeit zum Neuaufbau des Oranje-Teams zu geben.