Berlin (AFP) Frauen bekommen in Deutschland zwei bis drei Mal mehr Psychopharmaka und Schlafmittel als Männer. Das geht aus dem Arzneimittelreport 2012 hervor, den die Barmer GEK am Dienstag in Berlin vorstellte. Aus medizinischer Sicht seien solche Geschlechterunterschiede bei der Arzneimittelversorgung kaum begründbar. Zudem bestehe durch Psychopharmaka und Schlafmittel "ein hohes Abhängigkeitsrisiko", warnen die Autoren der Studie. Bereits 1,2 Millionen Menschen seien von solchen Mitteln abhängig, zwei Drittel davon ältere Frauen.