Kiew (dpa) - Im Fall der in Haft erkrankten ukrainischen Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko hat das Hohe Sondergericht in Kiew die Berufungsverhandlung erneut vertagt, diesmal auf 12. Juli.

Es folgte damit einem Antrag der Staatsanwaltschaft, die ein amtsärztliches Attest über den Zustand der Politikerin abwarten will. Die Verteidigung hatte am Dienstag in Abwesenheit der 51-Jährigen Freispruch gefordert. Timoschenko will unter Berufung auf Verfahrensmängel erreichen, dass eine international kritisierte siebenjährige Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs aufgehoben wird. Der Fall überschattet die Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine.