London (dpa) - Was hat Harry Potter mit den Beatles gemeinsam? Wie einst die Beatles den Musikmarkt, so hat der Zauberlehrling nach Ansicht des Lektors Barry Cunningham (58) den Buchmarkt revolutioniert.

«Harry hat etwas geschafft, das auch die Beatles gemacht haben: Er hat eine komplett neue Gruppe von Lesern erschlossen, so wie die Beatles eine neue Hörerschaft», sagte der Entdecker von Potter-Autorin Joanne K. Rowling am Dienstag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Anders als zuvor seien die Potter-Bücher nicht nur von Kindern, sondern auch ihren Eltern gelesen worden, außerdem hätten sie die Menschen auf der ganzen Welt angesprochen. Am 27. Juni 1997 war das erste Buch der Erfolgsreihe in Großbritannien erschienen. Rund ein Jahr später kam «Harry Potter und der Stein der Weisen» auf Deutsch heraus.

Harry habe weiteren erfolgreichen Büchern wie denen der «Twilight»- oder «Die Tribute von Panem»-Serien den Weg geebnet. «Es gab eine Aufeinanderfolge von diesen riesigen, von jungen Lesern selber angetriebenen Phänomenen, bei denen Kinder selber anderen Kindern Bücher empfohlen haben», erklärte Cunningham. Er hatte Rowling (46) Ende der 1990er Jahre als Schriftstellerin entdeckt, nachdem mehrere andere Verlage ihr Manuskript abgelehnt hatten.

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