Istanbul (dpa) - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat nach dem Abschuss eines türkischen Kampfjets durch Syrien gedroht, bei weitern Zwischenfällen mit Gewalt zurückzuschlagen.

Die Türkei werde Provokationen nicht ignorieren, sagte Erdogan am Dienstag bei einem Treffen seiner AKP-Partei. «Wir haben die Einsatzregeln für die türkischen Streitkräfte geändert. Wir werden auf alle Gesetzesverletzungen an unseren Grenzen reagieren», warnte Erdogan in der live im türkischen Fernsehen übertragenen Sitzung. Jeder syrische Soldat, der sich der türkischen Grenze nähere, werde nun als Bedrohung betrachtet, fügte er hinzu.

Einen Krieg wolle die Türkei wegen des Zwischenfalls am vergangenen Freitag jedoch nicht beginnen. Vielmehr werde eine Lösung mit friedlichen Mitteln angestrebt, versicherte Erdogan. «Wir werden jeden Schritt unternehmen, den uns das Völkerrecht ermöglicht.» Er kündigte weitere Bemühungen in Zusammenarbeit mit China, Russland, dem Iran, den USA und der EU an.