FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat sich am Dienstag in einer vergleichsweise engen Spanne um die Marke von 1,25 US-Dollar bewegt. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2505 Dollar und damit in etwa so viel wie am Morgen. Die Kursschwankungen fielen mit rund einem halben Cent nicht besonders stark aus. Ein Dollar war zuletzt 0,7997 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 11,2488 (Freitag: 1,2539) Dollar festgesetzt.

Der Rundumschlag der Ratingagentur Moody's gegen zahlreiche spanische Banken zeigte am Devisenmarkt kaum Auswirkungen. Händler argumentierten, der Schritt sei im Grunde erwartet worden. Am späten Montagabend hatte Moody's 28 spanische Geldhäuser teils drastisch abgestuft. Auch der Hilferuf der kleinen Euro-Wirtschaft Zypern vom Vorabend, das wie Spanien Probleme mit seinem Finanzsektor hat, sorgte nicht für nachhaltigen Druck auf den Euro.

Für zeitweise Bewegung sorgte unterdessen eine Versteigerung spanischer Geldmarktpapiere. Für drei- und sechsmonatiges Geld musste die viertgrößte Euro-Wirtschaft abermals höhere Zinsen zahlen. Im kurzen Bereich verdreifachte sich die Rendite nahezu. Der Euro geriet aber nur kurzzeitig unter Druck. Auch Italien, die drittgrößte Volkswirtschaft im Euroraum, musste bei einer Auktion längerlaufender Staatsanleihen erneut tiefer in die Tasche greifen. Die Nachfrage blieb in beiden Ländern aber robust und ein Käuferstreik damit aus.