Worms (SID) - Ein Sieg und ein Remis, aber kein Gegentor: Die deutschen Hockey-Damen waren im Rahmen ihres vorletzten Vorbereitungslehrgangs auf die Olympischen Spiele in London (27. Juli bis 12. August) in den ersten beiden von insgesamt drei Spielen gegen Belgien nicht zu schlagen. Am Samstag gab es in Worms einen 2:0 (0:0)-Erfolg, am Sonntag ließ das Team von Bundestrainer Michael Behrmann an gleicher Stelle ein 0:0 folgen.

Die erste Partie hatten die in den Niederlanden aktiven Maike Stöckel (40.) und Julia Müller nach einer Strafecke (43.) entschieden. "Unsere überlegene Athletik hat sich durchgesetzt", sagte Behrmann, der vor allem mit der Defensive zufrieden war. "Wir hatten uns ja längst vorgenommen, hinten stabil zu sein. Das hat das Team gut umgesetzt. Deshalb steht da auch zurecht die Null", meinte der Bundestrainer.

Die Null stand dann auch am Sonntag, leider aber auch vorne. "In der ersten Hälfte waren wir noch etwas unkonzentriert. Nach der Pause hat sich das Team aber ganz stark reingehängt und alles gegeben. Das ist erstmal sehr wertvoll", sagte Behrmann, der aber auch Ansätze für Verbesserungen sah: "Allerdings müssen wir schauen, warum wir nicht klarer in den Spielfluss gefunden haben."

Behrmann schätzt die Belgierinnen, die ebenfalls in London dabei sind, aber in der Vorrunde nicht auf die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) treffen, höher ein als mancher Experte. "Die sind technisch stark und spielen sehr strukturiert. Sie werden auch bei Olympia weiß Gott nicht chancenlos und alles andere als Kanonenfutter sein, wie einige vermuten." Abgeschlossen wird der Lehrgang mit der dritten Partie gegen Belgien am Dienstag (17.00 Uhr) in Mainz, bevor das Team am Donnerstag (5. Juli) ebenfalls in Mainz sein Olympia-Outfit erhält.

Ihre Generalprobe für London, wo sie es in der Vorrunde mit den USA, Australien, Südafrika, Weltmeister Argentinien und Neuseeland zu tun bekommen, absolvieren die deutschen Damen beim Vier-Nationen-Turnier vom 12. bis 15. Juli in Bremen. Gegner sind dort dann erneut Belgien sowie Südafrika und Neuseeland.