Frankfurt/Main (dpa) - Mit einem zweitägigen Streik will die Gewerkschaft Verdi Druck auf das Management des angeschlagenen Versandhändlers Neckermann machen. Bis zu 900 Beschäftigte des Frankfurter Standorts sind von heute an aufgerufen, ihre Arbeit ruhen zu lassen.

Verdi fordert einen Sozialtarifvertrag mit Abfindungen und Qualifizierungsregelungen für rund 1500 von Entlassung bedrohte Beschäftigte.

Das Unternehmen will den Eigenhandel mit Textilien sowie das Frankfurter Zentrallager aufgeben. Ein Gespräch mit der Geschäftsführung und dem Eigentümer Sun Capital ist laut Verdi zuvor ergebnislos verlaufen. Sollte es am Montag erneut keine Signale geben, soll der Streik am Dienstag fortgesetzt werden.