Bundespräsident Gauck zu Kurzbesuch in Paris

Berlin (dpa) - Bundespräsident Joachim Gauck fliegt heute zu einem kurzen Antrittsbesuch nach Frankreich. In Paris wird er sich am Abend mit Präsident François Hollande treffen, im Anschluss ist ein gemeinsames Abendessen geplant. Der Besuch soll nur etwa drei Stunden dauern. Gauck hat seit seinem Amtsantritt im März bereits Polen, Schweden, die Niederlande, Italien und Israel besucht. Auch bei EU und Nato in Brüssel und Straßburg war er zu Gast.

Syrische Opposition sucht in Kairo gemeinsame Linie

Kairo (dpa) - Die zerstrittene syrische Opposition will heute versuchen, einen gemeinsamen Plan für das Land zu entwickeln. Das Treffen im ägyptischen Kairo steht unter der Schirmherrschaft der Arabischen Liga. Neben dem Syrischen Nationalrat nehmen mehrere kleinere Oppositionsbündnisse teil. Die Deserteure der Freien Syrischen Armee sind nicht eingeladen. Dafür werden mehrere Außenminister arabischer Staaten erwartet. Ein großer Teil der Gespräche soll hinter verschlossenen Türen stattfinden.

Peña Nieto führt Präsidentenwahlen in Mexiko

Mexiko-Stadt (dpa) - Bei den Präsidentenwahlen in Mexiko liegt der Kandidat der Partei der Institutionalisierten Revolution ersten Wählerbefragungen zufolge in Führung. Nach Angaben mehrerer Fernsehsender kommt Enrique Peña Nieto auf rund 42 Prozent der Stimmen. Der linksgerichtete Andrés Manuel López Obrador belegt demzufolge mit 31 Prozent den zweiten und Josefina Vázquez Mota von der Regierungspartei PAN mit 23 Prozent den dritten Platz. Gabriel Quadri von der Neuen Allianz erreichte 4 Prozent der Stimmen.

UN-Konferenz zur Begrenzung des Waffenhandels

New York (dpa) - Die Vereinten Nationen wollen den weltweiten Waffenhandel begrenzen. In New York beginnt heute eine vierwöchige Konferenz zu dem Thema. Vertreter der UN, einzelner Staaten und privater Organisationen wollen einen Vertrag aushandeln, der den internationalen Waffenhandel regulieren soll. Laut UN sterben jedes Jahr 200 000 bis 400 000 Menschen durch Waffen, gerade in den Konfliktgebieten Afrikas. Pro Jahr werden mehr als sechs Milliarden Dollar mit Waffen umgesetzt.

SPD: Schäuble hat Gefahr des Rechtsextremismus unterschätzt

Berlin (dpa) - Die SPD wirft Finanzminister Wolfgang Schäuble vor, in seiner Amtszeit als Bundesinnenminister die Gefahren des Rechtsextremismus unterschätzt zu haben. Die Zusammenlegung der Abteilungen für Rechts- und Linksextremismus beim Verfassungsschutz 2006 sei eine Fehlentscheidung gewesen. Das sagte die Bundestagsabgeordnete Eva Högl der «Süddeutschen Zeitung». Sie sitzt für die SPD im NSU-Untersuchungsausschuss. Behördenchef Heinz Fromm habe damals eindringlich vor einer Fusion gewarnt, heißt es weiter.

Kosovo wird ohne Einschränkungen unabhängig

Wien (dpa) - Die frühere serbische Provinz Kosovo soll künftig ohne Einschränkungen unabhängig sein. Das will der sogenannte Lenkungsausschuss heute in Wien beschließen. Diesem Ausschuss gehören die meisten EU-Länder sowie die USA und die Türkei an. Vor knapp viereinhalb Jahren hatte sich das Kosovo von Serbien abgespalten und seine Unabhängigkeit erklärt. Damals hatte sich das Ausland jedoch noch Mitsprache- und Kontrollrechte einräumen lassen. Diese sollen jetzt wegfallen. Im Kosovo leben heute fast nur noch Albaner.