München (SID) - Basketball-Bundestrainer Svetislav Pesic bangt trotz einer neuen Ausländerregel um die Förderung des deutschen Nachwuchses. "Das Wichtigste ist, dass diese Regel überhaupt gekommen ist. Aber es besteht die Gefahr, dass sie nach ein oder zwei Saisons wieder gekippt wird", sagte der 62-Jährige im Gespräch mit Sport1. Ab der kommenden Saison dürfen die Bundesligavereine laut der neuen 6+6-Regelung pro Ligapartie nur noch sechs Ausländer einsetzten. "Die Teams, die nach der Änderung schlechter abschneiden, werden sich beschweren. Erst recht, wenn sie nun mehr Geld für die Deutschen ausgeben müssen", sagte Pesic.

Mit den aktuellen Voraussetzungen ist Pesic zwar zufrieden, allerdings mahnt er Geduld an. "Ich sehe viel Potential in den Spielern, das Talent ist da. Aber es wird Zeit dauern, Potenzial in Qualität umzuwandeln", sagte Pesic. Durch die Analyse der Spieler wolle er herausfinden, welcher eine große Zukunft habe.

Im Hinblick auf die zukünftigen Aufgaben - bereits im August beginnt die Qualifikation für die EM-Endrunde in Slowenien (4. bis 22. September 2013) - will sich Pesic unter anderem mit seinem Vorgänger Dirk Bauermann austauschen.

Für den Erfolg mit der Nationalmannschaft stellt Pesic, der auch weiterhin den serbischen Vize-Meister Roter Stern Belgrad trainiert, persönliche Befindlichkeiten hinten an. "Mein Status ist unwichtig. Ich denke nie an mögliche Auswirkungen eines Sieges oder einer Niederlage. Ich konzentriere mich stets auf meinen Plan. Wenn wir verlieren, werde ich nicht weinen. Als Trainer darf ich keine Enttäuschung zeigen. Ich habe zwar vieles gewonnen, aber jeder muss sich immer wieder neu beweisen", sagte Pesic, der Deutschland bereits zwischen 1987 und 1993 trainiert und im letzten Jahr seiner Amtszeit überraschend zum Titel bei der Heim-EM geführt hatte.