Frankfurt/Main (dpa) - Der wieder etwas schwächere Euro hat dem Dax am Mittwochmittag fast seine gesamten Tagesgewinne gekostet.

Der Leitindex stand nur noch 0,09 Prozent höher bei 6584 Punkten, nachdem er die wichtige Schwelle von 6600 Punkten im frühen Handel nicht nachhaltig verteidigen konnte. Für den MDax ging es um 0,19 Prozent nach unten auf 10 630 Punkte und der TecDax gewann 0,22 Prozent auf 757 Punkte.

Insgesamt jedoch seien die Anleger weiterhin eher positiv gestimmt, meinten Börsianer. Der Chef der US-Notenbank (Fed), Ben Bernanke, hatte zwar in seiner Rede am Dienstag keine konkrete Strategie weiterer geldpolitischer Lockerungen dargelegt. Andererseits aber habe er keine Zweifel an seiner Entschlossenheit aufkommen lassen, im Notfall massiv zu intervenieren, sagte Marktstratege Lars Kremkow vom Broker Activtrades. Auf der Tagesagenda stehen noch am frühen Nachmittag die Zahlen der Bank of America sowie später Immobiliendaten und nach Börsenschluss der Konjunkturbericht der Fed. Die Anleger würden dann Kremkow zufolge wieder den Versuch unternehmen, zwischen den Zeilen klarere Hinweise auf die Strategie der Notenbank zu finden.

Hierzulande verstimmte der Sportartikelhersteller Puma seine Aktionäre. Das Unternehmen kommt wegen eines schwachen Europa-Geschäfts aus dem Tritt und senkte seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr. Ein Händler sprach von einer «heftigen Warnung». Für die Puma-Titel ging es am MDax-Ende um 5,43 Prozent nach unten auf 213,30 Euro. In Mitleidenschaft gezogen wurden auch die Papiere des Wettbewerbers Adidas, die im Dax um 0,72 Prozent fielen.

Als einer der Favoriten im Leitindex kletterten die Aktien von K+S um 1,35 Prozent nach oben und profitierten damit von guten Nachrichten zweier Wettbewerber. Spitzenreiter waren die Papiere des Chemie- und Pharmakonzerns Merck, die nach einer Kaufempfehlung um 1,37 Prozent anzogen.