Hamburg (dpa) - Fußball-Profi Slobodan Rajkovic steht beim Hamburger SV vor dem Rauswurf. Der nach einer Prügelei mit Mitspieler Son Heung-Min ohnehin vom Trainingsbetrieb suspendierte serbische Abwehrspieler hat seinen Trainer Thorsten Fink als Lügner bezeichnet und ihm falsches Spiel unterstellt.

«Unser Trainer lügt. Er hat zwei Gesichter», sagte Rajkovic dem «Hamburger Abendblatt». Sportchef Frank Arnesen reagierte prompt. «Das wird selbstverständlich Konsequenzen haben. Wir werden das aber in Ruhe intern klären», sagte der Däne in Hamburg. Arnesen ist im Gegensatz zum Team und Teilen des Vorstands mit Clubchef Carl Edgar Jarchow an der Spitze nicht beim Südkorea-Trip dabei. Im Fall Rajkovic bestehe nun aber «kein Zeitdruck», sagte Medienchef Jörn Wolf, da der Profi ja ohnehin bereits suspendiert sei.

Fink hatte nach einer in einem Trainingsspiel von Rajkovic angezettelten Schlägerei mit dem Südkoreaner Son den Serben aus dem Profi-Kader verbannt und zum Regionalliga-Team abkommandiert. Später hatte der Coach erklärt, Rajkovic habe beim HSV keine Zukunft mehr. Darüber wollte Arnesen noch einmal mit Fink reden. Dies dürfte sich nach den jüngsten Rajkovic-Aussagen erledigt haben.