Damaskus/Istanbul (dpa) - Der syrische Verteidigungsminister Daud Radscheha ist nach Berichten des staatlichen Fernsehens bei einem Anschlag in Damaskus getötet worden. Vor einem Gebäude der Sicherheitskräfte war am Mittwoch ein Sprengsatz explodiert.

Nach ersten unbestätigten Informationen von vor Ort starben durch die Explosion im Al-Rawda-Viertel fünf Menschen. In dem Gebäude habe gerade eine hochrangig besetzte Sitzung stattgefunden, zahlreiche Angehörige der Sicherheitskräfte seien verletzt worden.

Das Staatsfernsehen berichtete, das Attentat sei das Werk eines Selbstmordattentäters. Regimegegner sprachen von einer Autobombe. Bei mehreren Anschlägen in Damaskus in den vergangenen Monaten waren Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die Opposition und das Regime hatten sich jeweils gegenseitig beschuldigt.

Abgesehen von dem Anschlag zählten die Regimegegner am Mittwoch landesweit 18 Tote. Die meisten von ihnen seien von Regierungstruppen in den Provinzen Homs und Daraa getötet worden, hieß es. Angriffe habe es auch in Damaskus gegeben, vor allem in den Vierteln Al-Kabun und Al-Midan.