Hockenheim (dpa) - Timo Glock hat Sehnsucht nach dem Siegerpodium. Nachdem der 30 Jahre alte Formel-1-Pilot das letzte Mal am 27. September 2009 als Zweiter in Singapur mit auf das Podest durfte, stellte er in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa vor dem Rennen auf dem Hockenheimring fest:

«Das vermisst man natürlich ein bisschen. Und das ist schon so ein Thema, über das man ab und zu mal nachdenkt und sich sagt: Das würde ich auch gern mal wieder erleben.» Mit seinem aktuellen Marussia-Team ist das derzeit nicht möglich. Der Rennstall will jedoch weiter nach vorne kommen - vor allem mit Blick auf das erste Formel-1-Rennen in Russland 2014 im Olympia-Ort Sotschi. Und Glock spielt bei dem geplanten Aufstieg eine wichtige Rolle mit seiner Erfahrung und seinem Know How. Als der mittlerweile 80-malige Grand-Prix-Starter 2008 in die Formel 1 zurückkehrte, wurde er im Toyota einmal Zweiter, zweimal Vierter. 2009 schaffte es der GP2-Champion von 2007 einmal auf Rang zwei, einmal auf Platz drei und einmal wurde der Rennfahrer aus Wersau Vierter.

Das Gefühl zu siegen ist ihm aber nicht fremd geworden. «Ich weiß schon noch, wie das ist», versicherte Glock, der 2004 seine Premiere in der Königsklasse gegeben hatte und danach erfolgreich in der amerikanischen ChampCar gefahren war. Dort war er prompt zum Nachwuchsfahrer des Jahres 2005 gewählt worden. Das Gefühl zu siegen vergesse man nicht so schnell, «weil es einem auch immer wieder den Antrieb gibt, es wieder zu erleben». Glock hadert mit seiner jetzigen Situation keineswegs: «Daran kann man nichts ändern, nur so hart wie möglich arbeiten, dass man so etwas wieder erreicht.»

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