Köln (SID) - Der frühere Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich hat Zweifel an der Schuld des bei der Frankreich-Rundfahrt durch einen Dopingtest gefallenen Luxemburgers Fränk Schleck (RadioShack). "Ich glaube, dass es heute so ist, dass im Radsport saubere Top-Leistung gebracht wird. Das Kontrollsystem, aber auch die Aussagen von Profis, die ich gut kenne, lassen mich das glauben. Ich bin überzeugt davon", schrieb der 38-Jährige in seinem Blog auf eurosport.yahoo.com.

Daher sei die Nachricht am späten Mittwochabend auch für ihn "schon überraschend" gekommen. Die sofortige Entscheidung des Teams, den Vorjahresdritten aus dem Rennen zu nehmen, sei aber die richtige Entscheidung gewesen und verdiene Respekt. "Verpflichtet waren sie dazu nach den Anti-Doping-Regeln der UCI nämlich nicht", so Ullrich.

Schleck war auf der 13. Etappe der Frankreich-Rundfahrt positiv auf das verbotene Diuretikum Xipamid getestet worden. Dennoch warnt Ullrich vor einer voreiligen Verurteilung des Verdächtigten: "Bis zur endgültigen Klärung des Sachverhaltes gilt für mich die Unschuldsvermutung. Wird seine Schuld jedoch bewiesen, muss dies auch eine Strafe zur Folge haben."