Pau (dpa) - Radprofi Fränk Schleck hat nach seinem positiven Dopingtest die Öffnung der B-Probe beantragt. Das teilte er am Mittwochmorgen in einem Statement mit, das von Luxemburger Medien im Internet verlinkt wurde.

Schleck war während der aktuell laufenden Tour de France positiv auf eine Substanz zur Verschleierung von Dopingmitteln, ein sogenanntes Diuretikum, getestet und daraufhin von seinem Team RadioShack aus dem Rennen genommen worden. Schleck sagte, er könne sich nicht erklären, wie es zu dem Befund kam. Sollte auch die B-Probe positiv ausfallen, will er Anzeige gegen Unbekannt wegen Vergiftung stellen.

Jens Voigt reagierte erschrocken auf den positiven Dopingbefund seines Freundes und Teamkollegen. «Ich habe dafür überhaupt keine Erklärung», sagte der Routinier in Pau kurz vor dem Start zur 16. Etappe der Tour de France. «Ich glaube ihm», meinte Voigt.

Der 40 Jahre alte Berliner erzählte, dass die Mannschaft am Dienstag um 20.30 Uhr über dem Fall unterrichtet worden sei. «Man kann jetzt nicht so tun, als sei nichts passiert», sagte Voigt, der eng mit Schleck und dessen Bruder Andy befreundet ist und seit 2004 stets mit ihnen in denselben Teams fuhr. «Das ist kein leichter Moment für mich. Aber Fränk ist mein Freund und bleibt mein Freund.»

Statement