Berlin (SID) - Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich sieht im Vorfeld der Olympischen Spiele in London keine konkreten Bedrohungen durch Terroristen. "Die Festnahmen in London vor zwei Wochen standen nach Aussage der dortigen Behörden nicht in Zusammenhang mit den Olympischen Spielen", betonte der CSU-Politiker im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Friedrich bekräftigte zudem sein großes Vertrauen in die britischen Sicherheitskräfte: "Natürlich ist eine abstrakte Gefahr bei solchen Großveranstaltungen immer vorhanden. Aber ich bin überzeugt, dass die britischen Behörden alles Notwendige für einen sicheren Verlauf der Olympischen Spiele tun."

Am 7. Juli 2005 hatten bei Anschlägen in der britischen Hauptstadt vier Selbstmordattentäter 52 Menschen mit in den Tod gerissen. Über 700 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Während der Spiele in London sorgen mehrere Zehntausend Soldaten, Polizisten und private Sicherheitskräfte für die Sicherheit der Athleten und Besucher.

Kritischer beurteilte Friedrich die allgemeine Kriminalitätssituation bei den Sommerspielen. "Bei solchen Großveranstaltungen gibt es immer Veränderungen zur Normalsituation. Die Allgemeinkriminalität nimmt zu, die Taschendiebe in London werden Hochkonjunktur haben. Das ist leider so", sagte der 55-Jährige.