Karlsruhe (AFP) Das Bundeswahlrecht verstößt gegen die Chancengleichheit der Parteien und ist verfassungswidrig. Fallen demnach bei Wahlen mehr als 15 Überhangmandate an, muss dafür ein Ausgleich geschaffen werden, wie das Bundesverfassungsgericht in einem am Mittwoch in Karlsruhe verkündeten Urteil entschied. Weil bereits das alte Wahlrecht 2008 für verfassungswidrig erklärt wurde, muss der Gesetzgeber die Sitzverteilung im Bundestag noch vor den Wahlen im Herbst 2013 neu regeln.